Empor macht sich das Leben selbst schwer

By 3. Oktober 2016Oktober 4th, 2016Fussball, Spielbericht-Fussball-1.Mannschaft

SG Empor Sassnitz – Greifswalder SV Puls 3:4 (2:3)

Die knapp 70 Minuten in Unterzahl agierenden Sassnitzer hatten bis zum Schlusspfiff die Möglichkeit noch etwas zählbares mitzunehmen. Am Ende machten jedoch neben fehlender Cleverness, die zu vielen eigenen Fehler dem Erfolgserlebnis einen Strich durch die Rechnung.

Dabei begann die Partie vielversprechend für die Hafenstädter, welche gezwungen waren auf gleich 5 Positionen im Vergleich zur Vorwoche zu wechseln. Nach einigen Minuten des Abtastens wurde Tim Essner von Sven Kruckow mustergültig in den Lauf geschickt. Dieser hatte in der fünften Spielminute keine Mühe die Führung zu erzielen.
Anschließend machte Empor den Gegner durch eigene Unkonzentriertheiten stark. So verlor man den Ball überflüssigerweise im Spielaufbau, die Gäste schalteten schnell, schickten den eigenen Stürmer in den Lauf, welcher zum 1:1 ausgleichen konnte (10′). In der 21. Minute eine ähnliche Situation. Wieder wird ein Pulser am Sassnitzer Strafraum in den Lauf bedient. Tim Wenzel als auch Christian Kirchhof kommen auf Sassnitzer Seite zu spät. Letzterer holt den Stürmer von den Beinen, sieht dafür Gelb, und es gibt folgerichtig Strafstoß. Diesen konnten die Gäste zum 1:2 nutzen. Nur eine Minute nach dem Rückstand verlor Empor den Ball am gegnerischen Sechzehner. Der gerade verwarnte Christian Kirchhof trat seinen Gegenspieler völlig überflüssig von hinten in die Beine und erwies seiner Mannschaft damit einen Bärendienst, da der Unparteiische ihm für dieses Vergehen die zweite gelbe Karte zeigte.
Empor musste sich nun erst einmal sammeln und sich auf die neue Situation einstellen. Die Greifswalder nutzten dies und konnten in der 29. Minute nach Distanzschuss ihren dritten Treffer markieren. Die Sassnitzer stellten anschließend um und wollten über eigenen Ballbesitz wieder in die Partie kommen. Die Gäste ließen sie gewähren, beschränkten sich auf Konter und lang geschlagene Bälle in die Spitze. Somit ergaben sich für Empor Chancen auf den Anschlusstreffer. Nach Eckball von Sören Ringer gab Martin Fidorra den Ball am kurzen Pfosten die entscheidende Richtungsänderung und erzielte das 2:3 aus Sassnitzer Sicht.

Somit war für die zweiten 45 Minuten noch alles im Bereich des möglichen, da die Hafenstädter trotz der Unterzahl die Partie offen hielten und die spielbestimmende Mannschaft waren. Dieses Bild setzte sich im zweiten Durchgang fort. Empor hatte im letzten Angriffsdrittel jedoch zu wenig Zug zum Tor und machte es den Gästen in der Defensive oft zu einfach Aktionen zu bereinigen. So waren ein Distanzschuss von Erik Borgwardt (55′), ein wegen Abseitsposition zurückgepfiffener Lauf von Tim Essner (60′) und ein Freistoß welcher nur knapp das Tor verfehlte (64′) noch die besten Offensivaktionen.
Puls hatte in der 67′ die Möglichkeit auf die Vorentscheidung. Nach Solo über halblinks knallte ein Schuss aus 20 Metern nur an den Innenpfosten.
In der 78. Minute kamen die Gäste dann erneut gefährlich vor das Sassnitzer Tor. Nach Abschlag und gewonnenem Kopfballduell landete der Ball auf der linken Außenbahn. Nach der Hereingabe behinderten sich zwei Sassnitzer gegenseitig und der Ball wurde zum 2:4 ins Tor gelenkt. Empor steckte nicht auf und versuchte irgendwie den erneuten Anschlusstreffer zu erzielen. Fehlende Ideen und schwindende Kräfte waren dabei jedoch nicht zu übersehen und so hielt die Greifswalder Defensive den Angriffsbemühungen stand.
Nach Vorstoß über Sören Ringer auf der rechten Seite erreichte dessen Flanke Sven Kruckow der sich durchsetzte und zwei Minuten vor dem Ende zum 3:4 einköpfte.
Für mehr reichte es für Empor nicht mehr und man verliert eine über weite Strecken offene Partie mit 3:4 gegen den Greifswalder SV Puls.

Am kommenden Wochenende pausiert der Spielbetrieb in der Landesklasse und Empor trifft in der zweiten Pokalrunde auf den SV 93 Niepars.

Für Empor spielten:
Tim Wenzel – Sascha Rastedt, Martin Fidorra, Martin Blum (C), Tobias Krüger, Sören Ringer – Erik Borgwardt, Christian Kirchhof, Sven Kruckow – Karsten Makiol (61′ Sebastian Wohlfahrt), Tim Essner

Torschützen für Empor:
(5′) Tim Essner | (42′) Martin Fidorra | (88′) Sven Kruckow