Unnötige Niederlage in Putbus

SV Putbus – SG Empor Sassnitz 2:1 (0:1)

In keiner hochklassigen Landesklassenpartie müssen sich die Hafenstädter, trotz lange währender Führung, dem Gastgeber am Ende mit 2:1 geschlagen geben.

Den besseren Start erwischten die Gäste aus Sassnitz, die in der Offensive sofort Aktzente setzten. Nach einem Eckball (5.) und einem Abschluss von Tom Sommerfeldt (8.) hatte man die ersten beiden Möglichkeiten auf die Führung.
In der 12. Spielminute setzte man den Gastgeber auf der rechten Seite unter Druck. Tobias Krüger behauptete den Ball und setzte Benny Hoppe in Szene. Dieser spielte eine scharfe Hereingabe vor das Tor, wo Karsten Makiol aus kurzer Distanz keine Mühe hatte die Führung zu erzielen. Nach einer viertel Stunde hatten dann auch die Gastgeber ihre ersten Torannährungen. Einen Distanzschuss parierte der Sassnitzer Ersatzkeeper Maik Szych ohne große Probleme. Dieser war 3 Minuten später gleich wieder gefordert. Nach einem Eckball landete der Ball im Sassnitzer Sechtzehner bei einem Putbusser. Beim Klärungsvetsuch spielte ein Verteidiger Ball und Gegenspieler, allerdings entschied das Schiedsrichtergespann auf Strafstoß für Putbus. Die große Möglichkeit auf den Ausgleich nutzte Sebastian Hecht vom Punkt nicht, sein Schuss ging knapp am rechten Pfosten vorbei. Damit blieb es bei der Führung für Empor.
In 25. Minute dann der nächste Aufreger – dieses mal jedoch im anderen Sechtzehner. Karsten Makiol wird im Zweikampf von den Beinen geholt, ein Pfiff ertönt und es gibt augenscheinlich erneut Strafstoß. Jedoch überstimmte der Assistent an der Seitenlinie den Schiedsrichter und entschied auf Stürmerfoul – eine etwas fragwürdige Entscheidung für alle Beteiligten. Nichtsdestotrotz versuchte Empor nachzulegen und den Ball durch die eigenen Reihen laufen zu lassen. Was in den ersten knapp 20 Minuten noch gut funktionierte, klappte mit fortwährender Spieldauer allerdings immer weniger. Kurz vor der Halbzeitpause hatte Karsten Makiol die beste Gelegenheit auf die 2:0 Führung auf dem Fuß. Nach langem Abschlag setzte er sich gegen seinen Gegenspieler durch, suchte aus 10 Metern Torentfernung mit einem Querpass den Mitspieler, anstatt selber abzuschließen. Mit der 1:0 Führung für die Gäste ging es in die Halbzeitpause.

Im zweiten Durchgang entwickelte sich eine Partie die von vielen Zweikämpfen im Mittelfeld und langen Bällen geprägt war. Kontrollierte Offensivaktionen waren auf beiden Seiten die Ausnahme.
In der 55. Minute setzte Tim Essner mit einem satten Volleyabschluss von halblinks mal wieder ein Ausrufezeichen. Auf der Gegenseite konnte ein Putbusser Angriff nur durch ein Foulspiel unterbunden werden. Den scharf getretenen Freistoß von Hannes Bruch konnte Maik Szych noch parieren, den Abpraller verwerteten die Fürstenstädter dann aber zum 1:1. Nach dieser Aktion musste Empor verletzungsbedingt gleich doppelt wechseln. Für die Mittelfeldachse um Benny Hoppe und Tom Sommerfeldt ging es nicht mehr weiter. Nun war es eine offene Partie mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Der eingewechselte Sven Kruckow verfehlte mit seiner Direktabnahme nach Eckball nur knapp das Tor. Und auch Tim Essner traf nach Alleingang über rechts aus 8 Metern nur die Latte. In der Schlussvirtelstunde nutzen die Gastgeber den ihnen sich bietenden Raum im Mittelfeld um mit zug in Richtung Empor-Tor zu gelangen. So nutzen sie in der 75. Minute eine solche Aktion und spielten in die Spitze, wo sich der Stürmer gegen Franz Harpke behauptete und mit der Fusspitze den Ball an Maik Szych vorbei zum 2:1 einnetzte. In einer hektischen Schlussphase, in der die Sassnitzer die letzten 5 Minuten in Unterzahl beenden mussten, hatten diese in der Nachspielzeit mit zwei Freistößen die letzte Gelegenheit auf den Ausgleich.
Nachdem die Putbusser auch diesen Möglichkeiten der Gäste standhielten beendete der Unparteiische die Partie und es blieb beim 2:1 für die Fürstenstädter.

Zu allem Überfluss fallen mit Benny Hoppe (Verletzung / Sprunggelenk) und Tony Henke, Sven Kirchhof (jeweils Gelbsperre) 3 Stammkräfte für die nächste Partie gegen den Greifswalder SV Puls (01.10. | 14 Uhr | Dwasieden) aus.

Für Empor spielten:
Maik Szych – Franz Harpke, Martin Fidorra, Tony Henke, Sven Kirchhof, Tobias Krüger – Tom Sommerfeldt 60′ Sven Kruckow), Martin Blum (C), Benny Hoppe (60′ Sebastian Wohlfahrt) – Karsten Makiol (81′ Sascha Rastedt), Tim Essner

Torschützen für Empor:
(12′) Karsten Makiol

Foto:
Jessica Begerow