Torreiches Spitzenspiel ohne Sieger

SG Empor Sassnitz – SV Kandelin 4:4 (1:0)

 

Viele Tore und keinen Sieger gab es am Samstag beim Spitzenspiel von Empor Sassnitz und dem SV Kandelin. Dabei drehten beide Mannschaften erst in der Schlussphase der Partie so richtig auf und spielten mit offenem Visier nach vorne. Nach zweimaliger Führung und Rückstand fiel der Ausgleich für die Gastgeber erst mit der letzten Aktion des Spiels.

Sassnitz/Dwasieden
Der Tabellenzweite aus Sassnitz empfing den ersten der Staffel Kandelin zum Spitzenspiel in der Kreisoberliga. Beide Mannschaften sollten diesem auch gerecht werden, ließen es zunächst jedoch Verhalten angehen. Die erste Möglichkeit der Hafenstädter köpfte Sven Kruckow nach einem Eckball (12’) knapp über das Tor. Auf der Gegenseite hatten in der Folge die Gäste mehrere Torabschlüsse, was ebenfalls zu nichts Zählbaren führte. Auch die Sassnitzer prüften den Kandeliner Schlussmann des Öfteren mit Distanzschüssen. Dieser war, wie sein Gegenüber, auf dem Posten und hielt die Null bis zu diesem Zeitpunkt fest. In Minute 40 folgte ein Eckball von der rechten Seite. Stefan Solle fand in der Mitte Sven Kruckow, welcher mit einem wuchtigen Kopfball die 1:0 Halbzeitführung für Empor erzielte.

Im zweiten Durchgang war auf beiden Seiten mehr Dynamik in den Offensivaktionen zu sehen. So spielten die Gäste in Minute 58 einen Ball in die Schnittstelle der Empor-Viererkette, doch Schlussmann Tim Wenzel konnte diese vereiteln. Zwei Minuten später musste er sich jedoch geschlagen geben und die Kandeliner erzielten den Ausgleich.
Die Hafenstädter hatten darauf die passende Antwort parat und vergaben in Person von Stefan Solle und Hussein Safari die Chance auf die erneute Führung (62’, 64’). In Minute 65 wurde, der Aktivposten in der Empor-Spitze, Sven Kruckow am Torabschluss behindert. Eine “kann man geben, muss man aber nicht” Strafstoßentscheidung des Unparteiischen ließ sich Stefan Solle nicht entgehen und verwandelte sicher zum 2:1. Empor war in der darauffolgenden Phase zu nachlässig und bettelte förmlich um einen weiteren Gegentreffer. Ein unnötiges Foulspiel in der eigenen Hälfte hatte einen Freistoß aus zentraler Position zur Folge. Tim Wenzel ließ den direkten Schussversuch nur abklatschen, sodass Gästespieler Tom Meyer den erneuten Ausgleich erzielen konnte (79’). Der Auftakt einer wilden Schlussphase war damit eingeläutet.
In der 82. Minute waren wieder die Kandeliner in Aktion. Bei einem Distanzschuss von Mathias Alms sah Tim Wenzel nicht gut aus und der Ball landete erneut im Empor-Gehäuse.
Wiederum ließ die Antwort nur drei Minuten auf sich warten. Einen geklärten Eckball brachte Benny Hoppe erneut vor das Gäste-Tor. Über Umwegen erreichte das Spielgerät Martin Fidorra, der von der Strafraumgrenze per Volley sehenswert in den Winkel traf (85’). Beide Mannschaften suchten ihr Glück in der Offensive und agierten zu inkonsequent beim verteidigen. Bezeichnend dafür war der Treffer der Gäste zum 3:4. Ein lang gespielter Ball in den Strafraum konnte von Torwart und Feldspielern nicht geklärt werden. Nach allgemeiner Verwirrung im 5-Meter-Raum bedankten sich die Kandeliner und staubten zur erneuten Führung ab.
Jedoch sollte der Schlusspunkt der Begegnung den Hafenstädtern vorbehalten bleiben. Auf der linken Seite bekam Empor einen letzten Freistoß zugesprochen. Benny Hoppe brachte das Leder mit Schnitt Richtung Tor. Der Ball wurde dabei von einem Gegenspieler mit der Stirn touchiert und landete – zum Glück für Empor – im Tor zum erneuten Ausgleich.

“Nach zweimaliger Führung und Rückstand kurz vor Schluss nochmal so zurück zu kommen spricht für die Truppe.”
Doch war die Freude über den Punkt nach dem Spiel eher verhalten, hatte man doch das klare Ziel die 3 Zähler aus der Partie mitzunehmen.

Kommendes Wochenende reist Empor zum  Auswärtsspiel nach Velgast. Dort wird das Unterfangen für den dritten Sieg – nach vier Unentschieden in Serie – erneut in Angriff genommen.

Für Empor spielten:
Tim Wenzel (TW) – Martin Fidorra, David Schiller, Tom Sommerfeldt (46’ Erik Borgwardt), Sascha Rastedt – Benny Hoppe, Martin Blum (C), Gunnar Trabalski (67’ Daniel Blum), Hussein Safari – Stefan Solle, Sven Kruckow

Weitere Wechselspieler:
Jan Worschek

Torschützen für Empor:
(40’) Sven Kruckow | (65’) Stefan Solle | (85’) Martin Fidorra | (90’) Eigentor Kandelin

 

Martin Fidorra’s Treffer zum zwischenzeitlichen 3:3 im Video: